Archiv für “Übung”

Schadstoffübung

geschrieben von |

Schadstoffübung

Bei der gestrigen Übung setzten wir uns mit einem Thema auseinander, das gerne etwas stiefmütterlich behandelt wird: dem Schadstoffeinsatz. Gut, dass unser früherer Kommandant-Stellvertreter Hans Rath in der Schadstoffgruppe des Abschnitts tätig ist. Er hat uns eine kleine, aber feine Übung ausgearbeitet, bei der nicht nur Kraft, sondern auch Kopfarbeit gefragt war.

Das Szenario war ein PKW, der gegen einen Anhänger gefahren war. Der Anhänger war mit einem IBC-Tank mit unbekanntem Inhalt beladen und rann langsam aus. Der Fahrer war bewusstlos. Der eingesetzte Atemschutztrupp hatte hier zwei Aufgaben: den Fahrer zu retten und den Inhalt des Tanks zu bestimmen. Nachdem beides erledigt war, war der erste Teil der Übung beendet. Im nächsten Teil war Ideenreichtum gefragt. Die anwesenden Kameraden erhielten die Aufgabe, mit Mitteln, die im Tanklöschfahrzeug mitgeführt werden, den beschädigten Tank abzudichten. Hier ergaben sich interessante und einfache Lösungen, die funktionierten. Frei nach dem Motto „Der Laie staunt, und der Fachmann lächelt kundig.“

Lesen Sie mehr! »

Unterabschnittsübung 2018

geschrieben von |

Unterabschnittsübung 2018

Bei der Übung des Unterabschnitts West, die heuer in Unterwolfsbach stattfand und von uns organisiert wurde, war vieles neu und vieles anders als bisher. Änderungen, die nicht auf ungeteilte Zustimmung stießen. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz Neulengbach arbeiteten wir ein Szenario aus, das alle Übungsteilnehmer forderte. Auch für das Rote Kreuz wurde eine möglichst realistische Situation geschaffen: Bezirksstellenleiterstellvertreterin Katrin Wiesinger schminkte unsere „Opfer“ und erklärte ihnen die entsprechenden Symptome zu ihren Verletzungen. Auch ein Stahlstift im Bein war dabei – dazu musste nicht viel erklärt werden!

Die Lage:

Die FF Unterwolfsbach (FF UW) wird gegen 18.50 Uhr wegen Brandverdachts im Übungsobjekt alarmiert. Das Tanklöschfahrzeug (TLF) rückt in der Stärke 1:4 aus. Bei der Anfahrt stellt der Einsatzleiter (EL) fest, dass über dem Gebäude Rauch steht. Die Erkundung des Objekts ergibt starke Rauchentwicklung im nordostwärtigen Teil. Der EL informiert Üb-Florian über die Lage. Üb-Florian erhöht kurz vor 19.00 Uhr die Alarmstufe auf B3, der EL befiehlt den Einsatz eines Atemschutztrupps (ATS-Trp). Nach Bestätigung der Abfahrt eines TLF mit ATS-Trp beginnt der ATS-Trp UW mit dem Innenangriff.

Der ATS-Trp dringt zum Brandherd vor. Beim ersten Löschversuch wird jedoch Staub aufgewirbelt, was zu einer Staubexplosion führt. Der gesamte ATS-Trp fällt aus und bleibt im Brandobjekt liegen. Der EL wird durch die Druckwelle ebenfalls verletzt und fällt aus. Der Maschinist bleibt unverletzt.

Diese Lage stellt sich der ersten eintreffenden Feuerwehr des UA dar.

In weiterer Folge erfährt der Einsatzleiter, dass im Gebäude auch Kinder vermisst werden.

Der Gedanke, eine Lage mit dynamischer Entwicklung darzustellen, ging auf. Die Einsatzleitung wechselte durch den Ausfall von Unterwolfsbach zur ersten eintreffenden Feuerwehr des Unterabschnitts. Nach etwa 15 Minuten wechselte sie wieder zu Unterwolfsbach, an einen Feuerwehrmann, der zum Einsatz nachgekommen war. Nach anfänglicher Verwirrung mit Tendenz zum 3D-Einsatz (drunter, drüber, durcheinand‘) hatten die jeweiligen Einsatzleiter die Lage im Griff, und Menschenrettung, Brandbekämpfung und Schutz nahmen ihren Lauf.

Nach etwa einer Stunde und körperlicher Höchstleistungen der eingesetzten Atemschutztrupps – immerhin retteten sie drei Kameraden in voller Atemschutzausrüstung – wurde Übungsende befohlen.

„Das war eine Übung nach meinem Geschmack.“ sagte Abschnittskommandant BR Franz Gruber beim Resümee nach der Übung vor angetretener Mannschaft, Ehrengästen und Übungsbeobachtern. Das Chaos entspräche der Situation bei einem echten Einsatz, so Gruber.

Die Einsätze im heurigen Winter haben gezeigt, dass eine Ausrückestärke von 1:4 für uns realistisch ist – wenn nicht sogar am oberen Ende steht. Dass mehr als ein oder zwei Personen nachkommen, kann ausgeschlossen werden. Passiert dann etwas, ist bei uns „zamg’räumt“.

Lesen Sie mehr! »

Ich und mein Holz! (technische Übung)

geschrieben von |

Ich und mein Holz! (technische Übung)

Anfang September geht nicht nur die Schule wieder los. Auch bei der Feuerwehr ist es wieder Zeit, den Sand von den Füßen zu wischen, die Badehose gegen die Einsatzbekleidung zu tauschen und sich wieder auf die freiwillige Pflicht zu konzentrieren. Aber aller Anfang ist holprig, und so absolvierten wir die erste Übung nach der Sommerpause mit vier Personen – das machte zumindest die Einsatzbereitschaft realistisch.

Schwerpunkt der Übung waren der Einsatz der Hebekissen und der richtige Umgang mit der Kettensäge. Da der Sturm vor etwa vier Wochen einen morschen Baum über einen Feldweg gelegt hatte, bot sich folgendes Szenario an:

Das Mannschaftstransportfahrzeug war zur Erkundung bei einem Unwettereinsatz unterwegs. Dabei übersah der Fahrer einen querliegenden Baum über einem Feldweg, fuhr mit den Vorderräder darüber und saß in Folge kurz nach der Vorderachse mit der Bodenplatte auf. Der Auftrag an den Gruppenkommandanten war klar. Erstens: Anheben des MTF mit den Hebekissen, zweitens: kappen des Baumes mit der Kettensäge, um ihn unter dem Fahrzeug herausziehen zu können. Beides funktionierte reibungslos, und das MTF war rasch wieder flott gemacht. Das verschaffte uns noch genügend Zeit, um auch Fichtenmoped-Frischlinge mit dem Gerät vertraut zu machen.

Lesen Sie mehr! »

Löschübung mit Tragkraftspritze

geschrieben von |

Löschübung mit Tragkraftspritze

Für unsere Löschübung am 25. Mai hatte sich Altkommandant Ehrenhauptbrandinspektor Mario Pfeiffer etwas besonderes ausgedacht: Er beübte nicht nur die anwesenden Kameraden, sondern auch fast das vollständige Inventar unserer Feuerwehr. Das Tanklöschfahrzeug, das Mannschaftstransportfahrzeug mit Anhänger und Tragkraftspritze (TS) sowie ein Großteil der Schlauchreserve rückten aus, um bei der Übung zum Einsatz zu kommen. Nur die Schlammpumpe blieb daheim…

(mehr …)

Lesen Sie mehr! »

Koordinationsübung

geschrieben von |

Koordinationsübung

Die gestrige Übung zielte auf eine Fähigkeit ab, die nicht nur in der Feuerwehr, sondern im täglichen Leben – beruflich wie privat – unabdingbar ist: Zusammenarbeit in der Gruppe. In new german: Teamwork. Ursprünglich eine Notlösung, weil die geplante Löschübung wegen Regens in’s Wasser fiel, stellte sie die Übungsteilnehmer vor interessante Herausforderungen. Das Resümee: Alter, wir sind so Teamwork!

Challenge #1: Die Rohrbombe. Dabei balancierten die Kameraden ein Besenstang’l auf den ausgestreckten Zeigefingern. Das Übungsziel war, dieses koordiniert auf den Boden zu legen, ohne es fallen zu lassen. Die Herausforderung: Dieses koordiniert auf den Boden zu legen, ohne es fallen zu lassen. Das erwies sich zu Beginn nicht als einfach, denn das Besenstang’l wanderte plötzlich immer weiter in die Höhe, und keiner wollte daran Schuld gewesen sein. Die anfänglichen Hürden waren schnell genommen, und unter dem Kommando von Verwaltungsinspektor Christian Pfeiffer lag die Stange – bewusst abgelegt – keine zehn Minuten später auf dem Boden.

Challenge #2: Das Fass. In einem Kunststofffass, eingekreist von einem Feuerwehrschlauch, stand eine Kübelspritze. Die Aufgabe: Die Spritze aus dem Fass zu holen, ohne den Kreis zu betreten, ohne sich hineinzubeugen und ohne dass die Spritze das Fass berührt. Nur mit Material aus dem Tanklöschfahrzeug. Auch diese Aufgabe war schnell gelöst. Zwei Mann, ein Einreisshaken und ein Spanngurt. Einreisshaken über Fass. Spanngurt über Einreisshaken, Haken des Spanngurtes am Griff der Kübelspritze eingehängt. Kübelspritze aus Fass. Habe fertig.

Challende #3: Die Kiste. Den Inhalt einer Kiste über ein Hindernis heben, ohne die Dinge in die Hand zu nehmen. Fünf Minuten später: check.

Challenge #4: Die Schrauf’n. 18 Schrauben mit nur einer einzigen Schraube in die Höhe heben. Hier sagt ein Bild mehr als meine Erklärungen. Nach anfänglicher Verwirrung und ziemlich interessanten Lösungsansätzen war auch diese Aufgabe nach einem kleinen Tipp schnell gelöst.

Zum Drüberstreuen montierten wir dann noch die Straßenwaschanlage. Jetzt sind wir für den Sommer gerüstet. Für Regen, Schlamm und Erde.

 

Lesen Sie mehr! »

folge uns auf Facebook
folge uns auf Facebook
Twitter
Instagram
Pinterest
Google+
http://www.ff-unterwolfsbach.at/wp/category/feuerwehr/uebung">
LinkedIn