1968 bis 2004

1968 bis 2004

« 1901 bis 1967          2005 bis 2008 »

1968 – 1991

war Franz Steinberger Kommandant der Feuerwehr. Von 1981 bis 1991 übernahm er den Unterabschnitt West, von 1986 bis 1991 war er Abschnittskommandant-Stellvertreter des Abschnitts Neulengbach. In seine Zeit als Kommandant fiel auch die Umwandlung der Feuerwehr vom Verein zu einer „Körperschaft des öffentlichen Rechtes“, wie es im NÖ Feuerpolizei- und Feuerwehrgesetz vom 19. Juli 1969 mit Wirksamkeit per 1. Jänner 1970 vorgeschrieben war. Die Rechte, Pflichten und Aufgaben waren nun gesetzlich geregelt. Aus den Hauptmännern wurden Kommandanten mit unterschiedlichen Dienstgraden wie Brandinspektor oder Oberbrandinspektor, aus den Kassieren wurden Leiter des Verwaltungsdienstes.

Diese Änderung hatte auch erhebliche organisatorische Folgen: 1971 war das erste einheitliche Wahljahr für die niederösterreichischen Feuerwehren. Die Funktionsperiode für Funktionäre wurde auf fünf Jahre verlängert. Die damals eingeführte Altersgrenze von 65 Jahren für den aktiven Feuerwehrdienst ist heute noch gültig. Zur einfacheren Führung der Feuerwehren wurden Abschnitts- und Bezirksfeuerwehrkommanden eingeführt. 

Gruppenbild 1971
vorne: Leopold Feyertag, Franz Hössinger, Franz Steinberger jun., Alois Bürgmayr, Franz Steinberger sen., Johann Hössinger
Mitte: Leopold Feyertag, Karl Koberger, Franz Zwedorn, Ferdinand Rath, Franz Bürgmayr, Anton Böswarth
hinten: Leopold Wall, Ferdinand Köberl, Franz Köberl, Franz Kuderer, Josef Rath


Am 18. Februar 1974 verunglückte auf der Westautobahn ein Tanklastzug. Die Feuerwehr Unterwolfsbach erhielt den Auftrag, Ölsperren und Sammelgruben für das auslaufende Benzin zu errichten. 

Am 25. Mai 1976 wütete ein Großbrand in Unterwolfsbach bei Familie Muhr. Die Ursache war Blitzschlag.

1978 verkaufte die Feuerwehr ihren Dodge und beschaffte ein Kleinlöschfahrzeug (KLF) VW LT-35 mit Funkgerät und Atemschutzausrüstung. Maria Muhr übernahm die Patenschaft. 2009 wurde es zugunsten eines Mannschaftstransportfahrzeuges verkauft. 

Unser altes KLF

Unser KLF heute (Stand September 2018, Fotos: Rob Zentveld)

In diesen Jahren war die Wettkampfgruppe unserer Feuerwehr sehr aktiv. Die Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber erwarben:

NameFLA BronzeFLA Silber
Feyertag, Gerhard01.07.198201.07.1983
Hössinger, Josef01.07.198101.07.1982
Köberl, Franz01.07.198201.07.1983
Marktl, Erich01.07.198201.07.1993
Muhr, Josef01.07.198101.07.1982
Pfeiffer, Christian03.07.199203.07.1999
Pfeiffer, Mario01.07.198901.07.1999
Rath, Ferdinand01.07.198101.07.1999
Rath, Johann01.07.198101.07.1982
Weissenböck, Manfred01.07.198901.07.1999
Zwedorn, Josef01.07.1984-

Am 22. Juli 1983 wütete ein Großbrand bei Familie Seitz. Die Ursache war ein technisches Gebrechen beim Strohgebläse. Der Wirtschaftstrakt ging derart schnell in Flammen auf, dass nur ein Teil des Viehbestandes gerettet werden konnte. 100 Schweine und zwölf Rinder kamen in den Flammen um. 

Mannschaftsfoto ca. 1983 (Wienerwaldstudio Schwarzenegger)

vorne: Ferdinand Köberl, Ferdinand Rath, Franz Bürgmayr, Franz Steinberger, Franz Hössinger, Karl Koberger, Josef Hössinger 
Mitte: Gerhard Feyertag, Herbert Kerbl, Franz Köberl, Franz Zwedorn, Josef Diesmayr, Josef Rath, Leopold Feyertag 
hinten: Johann Rath, Franz Bürgmayr, Christian Zwedorn, Erich Marktl, Josef Muhr, Josef Bürgmayr, Herbert Hössinger 


Am 8. Februar 1985 brach ein Brand bei Familie Hössinger aus. Die Ursache war ein elektrischer Defekt. 

1988 begann der Bau des neuen Feuerwehrhauses. Franz und Maria Hössinger stellten den Baugrund zur Verfügung. Der Bau erfolgte mit 5 265 Stunden an Eigenleistung. 


1991 – 2005

1991 wählte die Mannschaft den bisherigen Kommandant-Stellvertreter Josef Hössinger zum Kommandanten, der diese Funktion bis 2005 bekleidete. Zeitgleich war er Kommandant des Unterabschnitts West (mit den Feuerwehren Kirchstetten-Markt, Totzenbach, Ollersbach und Unterwolfsbach). 

Im September war der Bau des Feuerwehrhauses beendet. Zum 90-jährigen Bestandsjubiläum der Feuerwehr wurde es eingeweiht und feierlich eröffnet. 

Gruppenbild 1991
vorne: Leopold Wall, Franz Steinberger, Johann Rath, Josef Hössinger, Franz Bürgmayr, Franz Hössinger, Ferdinand Rath
Mitte: Josef Rath, Ferdinand Köberl, Johann Seitz, Erich Marktl, Franz Zwedorn, Franz Köberl, Karl Koberger
hinten: Gerhard Feyertag, Josef Kerbl, Josef Muhr, Herbert Hössinger, Manfred Weissenböck, Leopold Feyertag

Am 8. Juli 1991 suchten schwere Regenfälle und Hochwasser unsere Region heim. Neulengbach und Umgebung waren besonders stark betroffen. Die Feuerwehr Unterwolfsbach war tagelang damit beschäftigt, Keller auszupumpen und Schäden zu beseitigen. Auch Teile Unterwolfsbachs wurden von diesem Ereignis in Mitleidenschaft gezogen. 

1996 wurde ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug angeschafft und in akribischer Handarbeit repariert und einsatzbereit gemacht. Aufgebaut war dieses TLF-4 000 auf einem Fahrgestell Steyr 790. Nach sieben Dienstjahren kauften es Kameraden der Werksfeuerwehr einer deutschen Chemiefabrik, zu denen sich in weiterer Folge eine gute Freundschaft entwickelte. 

2001 erwarb Mario Pfeiffer als erster Unterwolfsbacher Feuerwehrmann – pünktlich zum 100-jährigen Bestandsjubiläum der Feuerwehr – beim 46. Bewerb das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. Bei der „Feuerwehrmatura“ galt es, Prüfungen aus den Teilbereichen des Feuerwehrwesen zu bestehen. 

Mario Pfeiffer mit seinem „Goldenen“

Prüfungsinhalt waren unter anderem

  • eine Gruppe zu kommandieren,
  • eine Auswahl aus ca. 300 Fragen zu beantworten,
  • Löschmittelbedarfsberechnungen durchzuführen und
  • einen Löschplan des eigenen Ortes zu erstellen.
Gruppenbild 2001

vorne: Ferdinand Köberl, Franz Bürgmayr, Franz Köberl, Johann Rath, Josef Hössinger, Franz Steinberger, Karl Koberger, Josef Rath
Mitte: Leopold Feyertag, Josef Muhr, Franz jun. Zwedorn, Ferdinand Rath, Mario Pfeiffer, Herbert Diesmayr, Erich Marktl, Franz sen. Zwedorn
hinten: Gernot Koller, Christian Pfeiffer, Johann Seitz, Markus Weissenböck, Josef Zwedorn, Manfred Weissenböck, Martin Maurer, Christian Diesmayr

Am 16. September 2001 kam es zu einem Brand bei Familie Böswarth, ausgelöst durch einen elektrischen Defekt. 

Brand bei Fam. Böswarth

2002 war durch ein Jahrhunderthochwasser geprägt. Im Bereich Donau-Kamptal kam es zu katastrophalen Überflutungen, weshalb im Rahmen des Niederösterreichischen Katastrophenhilfsdienstes auch unser Einsatz notwendig war. Unsere Wehr wurde dem 3. Zug der 17. Bereitschaft (Bezirk St. Pölten) zugeteilt und war in Grafenwörth im Einsatz, wo sie zahlreiche Keller ausgepumpt und die Bevölkerung bei Aufräumarbeiten unterstützt hat. 

Am 29. Juni schlug die Geburtsstunde des legendären Haspel-Marathons auf Initiative von Jürgen Riederer, selbst begeisterter Mountain Biker. Dieses Offroad Mountain Bike Rennen ging über drei Runden zu je neun Kilometer. Er fand über 14 Jahre am Samstag unseres Feuerwehrfestes statt. Der letzte Startschuss fiel am 2. Juli 2016. 

2003 verkauften wir das „alte“ TLF 4000 und es erfolgte die Anschaffung eines neues Tanklöschfahrzeug TLFA 4000 auf der Basis Mercedes Atego 16 28, das der Bevölkerung seitdem mit seiner neuesten Ausstattung getreu dem Motto

„GOTT ZUR EHR – DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR !“

dient.

Das „neue“ TLFA 4000 auf Fahrgestell Mercedes Benz Atego 16/28.
Mitgliederversammlung 2003

vorne: Franz Köberl, Josef Hössinger, Abschnittskommandant-Stellvertreter Georg Schröder, Bürgermeister Johann Kurzbauer, Franz Steinberger
Mitte: Gernot Koller, Markus Mels-Colloredo, Josef Muhr, Johann Rath, Franz Bürgmayr, Mario Pfeiffer, Christian Diesmayr, Walter Schwarz, Vizebürgermeister Rudolf Teix
hinten: Erich Marktl, Johann Seitz, Manfred Weissenböck, Josef Zwedorn, Alexander Rath, Christian Pfeiffer, Franz Zwedorn 

Am 1. Juli 2004 erwarb Walter Schwarz das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze.

« 1901 bis 1967          2005 bis 2008 »