Feuerwehr

DFC 17Am Sonntag, dem 14. August 2016, stellten sich drei unserer Kameraden einer bisher unbekannten Herausforderung: Brandinspektor Daniel Weidinger, Verwalter Andrea Triebenbacher und Löschmeister Ferdinand Rath vertraten unsere Feuerwehr bei der Dirndtaler Firefighter Challenge, die die FF Rabenstein letztes Jahr ins Leben gerufen hatte. Dieser Bewerb besteht aus sieben Stationen und verlangte den Teilnehmern alles ab - das hochsommerliche Wetter mit über 30° machte es nicht einfacher.

Nach dem Schlag auf den Knopf, der die Zeitnehmung startete, waren folgende Aufgaben zu bewältigen:

 

1. Station - Aufbau einer Löschleitung

Dabei mussten die Teilnehmer zwei B-Schläuche (Damen: C-Schläuche) ausrollen, kuppeln, ein Strahlrohr ankuppeln, den Verteiler aufdrehen und die Schlauchleitung 37m (Damen: 27m) bis zu einer Markierung ausziehen.

 

2. Station - Schlauch ziehen

Hier stellte sich bei einigen Teilnehmern zum ersten Mal Verzweiflung ein. Die Feuerwehrmänner zogen dabei einen gummierten, mit Wasser gefüllten B-Schlauch (Damen: C-Schlauch) bis zur Markierung. Das bedeutete, bei brütender Hitze knapp 100kg etwa 40m weit über den Asphalt zu ziehen, bei der Markierung auf ein Ziel zu spritzen, und den Schlauch wieder die ganze Strecke zurück zum Ausgangspunkt zu ziehen. Ob der Asphalt vom verspritzten Wasser oder dem Schweiß der Teilnehmer nass war, war nicht eindeutig festzustellen.

 

3. Station - Hindernisparcours

Hier ging es nicht um's Ziehen, sondern um's Schleppen: Während die Männer zwei Schaummittelkanister á 20kg über die Hindernisstrecke  schleppten und durch den Kriechtunnel warfen, absolvierten die Damen die gleiche Strecke mit zwei Treibstoffkanistern á 8kg. Danach stellten sie die Kanister am Startpunkt wieder in die Markierungen.

 

4. Station - Schneeketten ziehen

Was sich im ersten Moment einfach liest, entpuppte sich als weitere kraftraubende Herausforderung. Denn in den Markierungen lagen keine PKW-Schneeketten, sondern die Ketten für einen LKW. Gesamtgewicht rund 50kg. Die Gesamtstrecke von ca. 30m wurde durch zwei weitere Stationen unterbrochen - Knoten und Reifen wenden. Danach mussten die Teilnehmer die Ketten wieder über den Asphalt zurückschleifen und in den Markierungen ablegen - sonst gab es Schlechtpunkte.

 

5. Station - Knoten

Hier war 4 Knoten lang Zeit zum Durchatmen.

 

6. Station - Reifen wenden

Bei dieser Station durften die Wettkämpfer einen LKW-Reifen insgesamt 10 Mal wenden (Damen: 6 Mal) und wieder in der Markierung ablegen.

 

7. Station - Schlauch rollen

Bei der letzten Station mobilisierten die Teilnehmer noch einmal ihre letzten Kräfte. Sie mussten die Schlauchleitung, die sie bei der ersten Station ausrollten, wieder abbauen und alles neben dem Startbuzzer ablegen. Die größte Herausforderung war das Rollen der Schläuche - 11kg je Schlauch saugten das letzte Bisschen Kraft aus den ausgelaugten Muskeln.

Danach fielen kraftlose Arme auf den Buzzer und stoppten die Zeitnehmung.

Brandinspektor Daniel Weidinger - er war kurzfristig für Oberbrandinspektor Iris Rath eingesprungen - belegte den hart erkämpften 7. Platz. Verwalter Andrea Triebenbacher wurde 2. in der Damenwertung, und Löschmeister Ferdinand Rath wurde Erster in seiner Altersklasse.

 

Nach der Anstrengung und einer kurzen - oder auch längeren - Erholungsphase war Zeit für den gemütlichen Teil am Feuerwehrfest der FF Rabenstein.