Feuerwehr

Das aktuelle Wochenende war für die FF Unterwolfsbach ein ausgefülltes. Wurden wir gestern, am 3. März, zu einer Fahrzeugbergung gerufen, alarmierte uns die BAZ St. Pölten heute, am 4. März, gegen 12.45 Uhr mit Alarmstufe B2 zu einem Kellerbrand in Fuchsberg. Dem Einsatzleiter vor Ort war nach seiner Erkundung schnell klar, dass er es mit einem größeren Brand zu tun hatte – er erhöhte die Alarmstufe auf B3 (Wohnhausbrand).

Bei einem Einfamilienhaus brach in einem Zubau aus bisher ungeklärten Gründen ein Brand aus. Die Feuerwehrmänner konnten dieses Feuer rasch unter Kontrolle bekommen, ein Smart, der dort abgestellt war, verbrannte aber nahezu rückstandsfrei. Das eigentliche Problem war, dass sich das Feuer bereits unter dem Dach ausgebreitet hatte. Die Brandherde und Glutnester zu finden war für die Feuerwehrmänner körperlich fordernd: Sie stiegen unter Atemschutz auf das Dach, zertrümmerten mit einer Feuerwehraxt die Dachplatten und machten so Platz für den nächsten. Der schnitt mit einer Rettungssäge – einer speziellen "allesschneidenden" Motorsäge – ein Loch ins Dach. Damit war es möglich, das Feuer gezielt zu löschen. 

Unser Tanklöschfahrzeug war als eines der ersten Fahrzeuge am Einsatzort. Der Befehl an den Gruppenkommandanten war eindeutig: Menschenrettung! Der Eigentümer des Hauses stand auf der Terrasse, die Flucht durch das Haus war wegen des starken Rauchs nicht mehr möglich. Während ein Teil unserer Mannschaft die Leiter in Stellung brachte und den Mann rettete, rüsteten sich drei andere Kameraden für einen Atemschutzeinsatz aus. Zusammen mit anderen Feuerwehren versuchten sie, das Feuer über den Dachfirst einzudämmen. 

Gemeinsam konnten die acht Feuerwehren das Feuer schließlich nach etwa drei Stunden soweit löschen, dass die örtliche Feuerwehr Totzenbach die restlichen Arbeiten alleine erledigen konnte. Für uns war der Einsatz um 16.30 Uhr zu Ende – denn da waren wir wieder einsatzbereit!

Eingesetzt waren die Feuerwehren Totzenbach, Ollersbach, Kirchstetten-Markt, Unterwolfsbach, Raipoltenbach, Neulengbach-Stadt, Böheimkirchen-Markt und St. Pölten-Stadt.

(Fotos: Iris Rath, Andrea Triebenbacher)

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